Heute der Andromeda-Nebel, morgen ein Eichhörnchen

Wir inkarnieren, um Beständigkeit zu erfahren. Die geistige Welt, die unser Ursprung ist, ist im ständigen Wandel. Viel schneller, als der Wandel in der materiellen Welt.

Die Seele sucht Beständigkeit, doch diese Beständigkeit gibt es auf der geistigen Ebene nicht, weil sie permanent im Wandel ist. Im sich verwandeln. Wir erholen uns vom Verwandeln, indem wir uns selbst verwandeln, in Menschen. Oder in Tiere, Pflanzen und Steine.

Alles hat eine Seele, ist Teil des Wandels, des Verwandelns von einer Daseinsform in eine andere.

Heute ist der Stein ein Stein, morgen Lava und irgendwann ein Baum, der aus ihr wächst. Die menschlichen Seelen sind weit entwickelt und schon Vieles gewesen. Pflanzen, Tiere, Steine und auch Lava.

Doch sie sind noch nicht angekommen, an ihrem Ziel, und gönnen sich eine Verschnaufpause. Auf der Erde. Oder einem anderen Planeten, oder als Asteroiden im Weltraum.

Wir können alles sein und das macht es so schwierig. Wir schliessen die Augen, erleben den Traum als Menschenwesen und wachen dann erneut in der Unendlichkeit auf, umgeben vom Kommen und Gehen der Welten. Der Welten um uns herum und in uns.

Heute der Andromeda-Nebel, morgen ein Eichhörnchen.

Wir können alles sein, ausser Gott. Weil Gott Alles ist und Alles nicht greifbar ist.

Unsere Welten sind Spielzeuge, die Gott uns bereit gestellt hat.

Hier meine Kinder, lernt Götter zu werden. Ich bin müdes des Schöpfens und Wandelns und dennoch werde ich nie Ruhe finden, denn ich bin der Wandel. Ich verwandle mich so schnell, das ich nicht existiere, weil Existenz Beständigkeit verlangt. Ich bin der Moment und im nächsten Augenblick die Ewigkeit, je nachdem, wie ihr auf mich schaut.“

Das einzig Verlässliche im Universum ist das inkarnierte Leben, denn es hat einen Anfang und ein Ende.

Wie ein Buch. Wie viele Seiten mein Buch am Ende haben wird, weiss ich nicht, aber 66 habe ich schon geschrieben. Und während ich die aktuelle Seite zu ende schreibe, entsteht bereits eine neue.

Nicht alle Seiten bleiben im Buch. Manche zerfliessen unvollendet, andere wiederum sind so wundervoll, dass ich sie am liebsten immer wieder lesen würde. Doch sobald sie gelesen sind, lösen sie sich auf.

Ich bin mir sicher, irgendwer im Universum sammelt unsere Geschichten.

Und dann lesen sie sich unsere Geschichten gegenseitig vor, die Götter. Sie können die Bücher so oft lesen, wie es ihnen gefällt und werden dabei zu den Geschichten. Werden zu uns.

Hast du auch manchmal das Gefühl ein Gott zu sein, oder eine Göttin? Betrachte es als Kompliment. Dein Buch ist in der Welt der Götter vermutlich ein Bestseller!

Wir menschlichen Seelen sind so, weil wir aus dem Atem Gottes geboren wurden. Und mit jedem Ausatmen wird dem Buch ein neues Wort hinzugefügt.

Und dann? Dann gehen wir und lassen das Buch zurück. Die Widmung aber nehmen wir mit.

„In Liebe, Gott.“

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