Nach langer Zeit mal wieder ein Traumcast, ich habe ihn in der Nacht auf mein Diktiergerät gesprochen. Man ist quasi live dabei, wie Stück für Stück die Erinnerungen kommen. Viel Spaß!
Meine Art klar zu träumen hat sich gewandelt. Ich hatte ja drei Jahre pausiert und dann wieder angefangen, wobei „anfangen“ eigentlich nur hieß (und weiterhin heißt), sich regelmässig mit dem Thema zu beschäftigen. Mein Unterbewusstsein weiß dadurch, dass ich Wert auf klare Träume lege und wenn es mir gegenüber freundlich gesinnt ist, dann sorgt es auch dafür.
Anstatt des großen Heureka-Effekts, „Juhu ein Klartraum“, wie es vor drei Jahren noch war, geht mein Bewusstsein damit heute wesentlich entspannter um. Ich realisiere zwar den Traum und werde klar, aber ich werde nicht gleich aufgeregt und überlege, was ich als Erstes anstelle, sondern werde zum Beobachter meines eigenen Traumes, gespannt, was für eine Geschichte er sich diesmal für mich ausgedacht hat.
Ich habe das Gefühl, dass diese Herangehensweise die Klarträume stabiler macht, denn raus fliege ich immer dann, wenn ich in das alte Klartraumbewusstsein zurückfalle, wo schon allein die Aufregung für einen instabilen Zustand sorgte.
So habe ich letzte Nacht nicht einmal stabilisiert, weil ich die Klarträume zwar aus dem Augenwinkel wahrgenommen und verfolgt habe, mich aber ansonsten auf die Geschichte konzentriert habe, wie ein Schauspieler, der sich auf seine Rolle fokussiert.
Das hat Vorteile (Stabilität), aber auch Nachteile, denn die Konzentration auf den Traumplot ließ mich nicht näher auf die Begegnung mit meinem verstorbenen Vater eingehen, was ja eine große Chance gewesen ist. So hätte ich ihn endlich ein paar Dinge zu fragen können, die ich ihn zu Lebzeiten nicht mehr fragen konnte.
Nächstes Mal, er begegnet mir ja öfter in Träumen.
